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Peugeot 508 1.6 PureTech 180 Allure EAT8
Der neue 508 von Peugeot ist als Limousine eine flotte Erscheinung, das vertikale Tagfahrlicht wirkt aggressiv und auffällig. Aber auch das Heck zieht mit seinen dreidimensional angeordneten LED-Lichtelementen die Blicke auf sich. Die Rücklichter sind nicht nur Show, Peugeot hat überdies technische Finessen wie die Anpassung der Helligkeit an Witterungsverhältnisse untergebracht. Die große Heckklappe ist praktisch und macht den Kofferraum gut nutzbar. Ganz im Stile eines viertürigen Coupés verfügen die Türen über rahmenlose Fenster, allerdings ist auch das Platzangebot hinten durch die flache Dachlinie entsprechend eingeschränkt. Vorn haben dagegen selbst große Erwachsene genug Platz. Das modern gestaltete Cockpit macht optisch was her, in die Steuerung der zahlreichen Funktionen muss man sich jedoch erst einmal einarbeiten. An den nach oben und nach vorn versetzten Instrumenten scheiden sich die Geister, letztlich muss der Käufer für sich entscheiden, ob das passt oder gar nicht geht. Wer sich wegen der Instrumente gegen den 508 entscheidet, verpasst ein ausgewogenes Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern, das der Limousine zu unerwarteten dynamischen Qualitäten verhilft und dazu guten Komfort bietet. Der Benziner im Test leistet zwar bis 180 PS, muss aber mit 1,6 Liter Hubraum auskommen und wirkt daher nicht so kräftig, wie es das Äußere der Limousine erwarten lässt. Zudem hat er mit der lang übersetzten Automatik zu kämpfen, die sein überschaubares Drehmoment durch häufiges Schalten zu kompensieren versucht - souverän wirkt das nicht, für ruhige Gemüter passt die Kombination aber gut. Die drehmomentstarken Diesel zeigen hier mehr Dynamik und Durchzugsvermögen.


Mazda 2 SKYACTIV-G 90 Kizoku
Der Mazda 2 ist auf Anhieb als ein Modell der japanischen Marke zu erkennen, er trägt die Mazda-typischen Design-Elemente auf kleinsten Raum. Der Kleinwagen bietet zwei Erwachsenen, mit etwas Einschränkung auch vier Erwachsenen ausreichend Platz. Ein- und Aussteigen fällt dank serienmäßig vier Türen leicht. Der Innenraum ist schön gemacht und bietet ein ähnliches Infotainmentsystem wie die größeren Mazda-Modelle. Theoretisch gibt es Einiges an Assistenzsystemen, leider ist das volle Sortiment an die höchsten Ausstattunglinien gekoppelt. Das Fahrwerk ist eher straff abgestimmt, damit ist der Kleine sicher unterwegs, kann aber nicht den Komfort der größeren Brüder bieten. Den Trend zu kleinvolumigen Turbomotoren hat Mazda bisher nicht mitgemacht. Daher bekommt man im kleinsten Modell der japanischen Marke einen immerhin 1,5 Liter großen Benziner in drei Leistungsstufen. Die mittlere Leistungsstufe im Test bringt es ganz ohne Aufladung auf 90 PS und 148 Nm Drehmoment - beides allerdings bei recht hohen Drehzahlen. Hierbei steht die lange Getriebeübersetzung im Weg. Sie ist brauchbar für eine gemütliche Fahrweise, dann erzielt man überdies niedrige Verbräuche. Will man aber etwas flotter unterwegs sein, muss man eifrig schalten und den Motor bei mittleren und höheren Umdrehungen halten. Da im EcoTest auch zügigere Abschnitte enthalten sind, muss der Motor in diesen Bereichen viel mit Vollgas fahren. Als Folge kann die Abgasreinigung das Kohlenmonoxid nicht mehr ausreichend umwandeln - das führt zu einem kräftigen Punktabzug und schlussendlich nur noch zu insgesamt zwei von fünf Sternen. Schade, denn ansonsten ist der Mazda 2 ein sympatischer Kleinwagen, mit dem Mazda hier und da eigene Wege geht und sich auch mal was traut.


VW Touareg 3.0 V6 TDI SCR 4MOTION Tiptronic
Nach dem Entfall des Phaeton aus dem europäischen Verkaufsprogramm soll die frisch erschienene dritte Generation des Touareg die Funktion des Topmodells bei VW übernehmen. Seinen Premium-Anspruch betonen die Wolfsburger beispielsweise mit seiner verbauten Technik. Wer das SUV mit allen verfügbaren Fahrwerkssystemen und großen Rädern ausstattet, erhält einen erstaunlich agilen Wagen, der gleichzeitig auch sehr komfortabel federn kann. Dazu passt im Prinzip auch der drehmomentstarke V6 TDI mit drei Litern Hubraum und 286 PS. Im Prinzip deshalb, weil er mittlere Drehzahlen für eine lebendige Leistungsabgabe braucht und im Zusammenspiel mit der Achtgang-Automatik eine ausgeprägte Anfahrschwäche abliefert. Die schwächere Variante arbeitet hier vielleicht harmonischer, weil sie das volle Drehmoment bei niedrigeren Drehzahlen bereitstellen kann. Leistung hin oder her, ein niedrigerer Verbrauch als die 8,8 l/100 km im EcoTest wäre wünschenwert. Immerhin ist der Turbodiesel weitgehend sauber. Definitiv auf der Höhe der Zeit ist der Touareg bei den Assistenzsystemen und bei der Infotainmentausstattung - wenn man fleißig die Optionsliste durcharbeitet. Egal welche und wie viele Sonderausstattungen man nimmt, der Innenraum wird dadurch nicht Premium. Wenn ein Passat innen mehr Teppich verlegt hat, ein Skoda Kodiaq mehr weiche Oberflächen bietet und die Becherhalter-Mechanik eines KIA Picanto den Touareg deklassiert, sollte das in Wolfsburg zu denken geben. Das neue VW-Topmodell ist zweifelsohne ein sehr gutes Auto, aber definitiv nicht den aufgerufenen Preis wert: im Falle des Testwagens 107.016 Euro. Das ist viel zu viel.


BMW 218i Active Tourer Sport Line Steptronic (DKG)
Mit dem 2er Active Tourer hat BMW einen interessanten Kompakt-Van im Angebot. In vielerei Hinsicht bricht er mit alten BMW-Konventionen - was aber nicht schlecht sein muss. Denn der quer eingebaute Motor und der Frontantrieb lassen im Innenraum im Verhältnis zu den Außenmaßen mehr Platz zu. So bietet der Active Tourer auf gut 4,35 m Länge angenehme Platzverhältnisse für vier Erwachsene samt Gepäck. Hinzu kommt ein bequemer Ein- und Ausstieg, eine variable, weil längs verschiebbare Rückbank mit einstellbarer Lehnenneigung und ein praktisches Kofferraumformat. BMW hat sich ganz offensichtlich viel Mühe gegeben, die Fahrdynamik, die man von einem Auto der Münchner Marke erwartet, auch im Active Tourer umzusetzen. So gibt er sich unbestritten als der Dynamiker unter den Vans, liegt sicher und direkt auf der Straße und scheut auch kurvige Landstraßen nicht; im ADAC Ausweichtest liefert er ein souveränes Bild ab und vermittelt auch als Fronttriebler die typische ?Freude am Fahren?. Dabei kommt der Komfort nicht zu kurz, gerade wenn man das optionale adaptive Fahrwerk ordert. Der 2er bleibt beim Preis leider auch ganz BMW, im Falle der Testwagen-Variante startet dieser erst bei 36.350 Euro.


Mercedes A 200 AMG-Line 7G-DCT
Wohl kaum ein Auto hat einen derartigen Imagewandel hingelegt wie die Mercedes A-Klasse. Vom vanartigen Kompaktwagen der ersten beiden Generationen, der sich wegen der hohen Sitzposition besonders bei älteren Semestern großer Beliebtheit erfreute, zum dynamischen Designerstück (dritte Generation), das die Fahrdynamik in den Fokus rückt und es mit der Praktikabilität nicht ganz so ernst nimmt. Generation vier macht sich seit dem Sommer 2018 in den Mercedes-Schauräumen breit und nimmt die Designsprache des viertürigen Coupés CLS auf. Die Sicherheitsausstattung steht dem CLS ebenfalls kaum nach - sofern man zusätzliches Geld in die Hand nimmt. Vorreiter im Mercedes-Modellprogramm ist die neue A-Klasse bei der Bedienung. Das neue Bediensystem MBUX kann via Touch-Funktion auf dreierlei Arten (Touchscreen, Touchpad auf der Mittelkonsole und Touchflächen am Lenkrad) gesteuert werden. Zudem können einige Funktionen auch mithilfe der Sprachsteuerung bedient werden. Diese lässt sich einfach durch das Schlüsselwort "Hey Mercedes" aktivieren und kommt auch mit frei formulierten Ansagen gut klar. Das System ist logisch aufgebaut, die Ablenkungsgefahr aufgrund des immensen Funktionsumfangs und der teils langwierigen Befehlseingabe mithilfe der Touchflächen ist aber dennoch beträchtlich. Unter der Haube des A 200 steckt ein 1,3 Liter großer Turbobenziner vom Kooperationspartner Renault. Der Vierzylinder überzeugt mit guten Fahrleistungen bei erträglichem Verbrauch und niedrigen Emissionswerten. Laufkultur und Leistungsentfaltung sind allerdings verbesserungswürdig. Auch das Zusammenspiel mit dem optionalen Doppelkupplungsgetriebe klappt nicht so harmonisch, wie man es von einem immerhin mehr als 35.000 Euro teuren Premium-Auto erwartet.


Fiat Panda 1.2 8V LPG Lounge (Autogasbetrieb)
Den ersten Panda aus den achtziger Jahren hat Fiat damals mit "Eine tolle Kiste" beworben. Und irgendwie ist er das bis heute geblieben, wenn auch in viel modernerer Form, und deutlich sicherer - zum Glück! Schaut man sich den heutigen Panda an, ist er im Vergleich zu seinen direkten Konkurrenten schon etwas in die Jahre gekommen, das merkt man vor allem bei Komfort- und bei Assistenzsystemen. Seine praktischen Eigenschaften sind aber unbestritten: das angesichts der kompakten Ausmaße gute Platzangebot, der bequeme Ein- und Ausstieg, die gute Übersichtlichkeit auch dank höherer Sitzposition. Fiat bietet erstaunlich viele Varianten vom Panda an, von einer besonders günstigen Einstiegsversion mit einfacher Technik für niedrige Unterhaltskosten über Allradversionen - eine Seltenheit in dieser Klasse - bis hin zu Motorisierungen mit Erdgas- und Autogasbefeuerung. Letztere Variante hat sich dem ADAC Autotest gestellt und insgesamt nicht schlecht geschlagen. Klar darf man nicht die gleichen Ansprüche wie an die neuesten Konkurrenten stellen, hier kann der kleine Fiat nicht mithalten. Aber der Panda ist günstig und erfüllt die Grundansprüche an die individuelle Mobilität. Der 1,2-l-Vierzylinder ist ein gemütlicher Geselle und lässt sich gleichermaßen mit LPG und mit Superbenzin füttern. Dank der zwei Tanks mit 38 und 37 Litern hat der Panda LPG eine ansehnliche Geamtreichweite von rund 1.000 km, wobei man möglichst mit dem günstigeren LPG fahren sollte, damit sich der Aufpreis gegenüber der reinen Benzinversion lohnt.


Volvo V60 D4 Inscription Geartronic
Würde auch die Optik in die Bewertung des ADAC Autotests einfließen, dem neuen Volvo V60 wäre die Bestnote sicher. Der Kombi zählt zweifellos zu den elegantesten Erscheinungen in seinem Segment - Design können die Schweden einfach. Doch der V60 sieht nicht nur gut aus, er kann auch technisch überzeugen. Der Innenraum macht in der getesteten Topausstattung Inscription richtig was her und muss sich in keinster Weise vor der deutschen Premiumkonkurrenz verstecken. Bei der Bedienung hat es Volvo mit der weitgehenden Reduktion auf den zentralen Touchscreen allerdings etwas übertrieben. Die Handhabung gestaltet sich dadurch teilweise recht umständlich. Das Fahrwerk haben die Entwickler überraschend straff abgestimmt, was zwar für eine erstaunliche Agilität sorgt, jedoch spürbar zu Lasten des Federungskomforts geht. Für Vortrieb im Testwagen sorgt die 190 PS starke D4-Ausbaustufe des Zweiliter-Diesels. Der Motor geht mit dem optionalen Achtstufen-Automatikgetriebe eine überzeugende Liaison ein, am Antriebskomfort und den Fahrleistungen gibt es nichts zu mäkeln. Am Verbrauch allerdings schon, der dürfte gerne etwas niedriger ausfallen. Gleiches gilt für den NOx-Ausstoß, der im Autobahnzyklus recht hoch ist. Für knapp 50.000 Euro erhält man mit dem V60 D4 Inscription einen Premiumkombi, der sich nicht nur preislich, sondern auch technisch auf Augenhöhe mit der deutschen Konkurrenz befindet. Schwächen wie das umständliche Bediensystem oder den eingeschränkten Federungskomfort muss man dem schönen Schweden allerdings verzeihen können.


Dacia Sandero Stepway TCe 90 Start&Stop Celebration
Deutschlands günstigster Neuwagen! - steht auf der Preisliste für den Sandero. Das Basismodell startet bei 6.990 Euro und mag dem Werbespruch damit gerecht werden. Die nackte Basis kaufen aber recht wenige in Deutschland. Stattdessen wird der niedrige Startpreis für zusätzliche Annehmlichkeiten genutzt, wobei der Kaufpreis auch dann noch günstig liegt. Dacia nutzt den Hang der Käufer, sich ein wenig mehr zu gönnen, und bietet den Sandero zusätzlich als trendig auf Offroad-Look getrimmten Stepway an. Entscheidet man sich für mehr Leistung und Fahrfreude im TCe 90 und die höchste Ausstattung "Celebration", kommt der Stepway auf mindestens 11.650 Euro. Auch das ist ein sehr niedriger Preis für einen Neuwagen. Die Top-Ausstattung bedeutet bei Dacia nicht das Schwelgen in Dekadenz, vielmehr sind heutzutage übliche Funktionen wie Klimaanlage, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber mit an Bord, optional sogar eine Klimaautomatik. Auf der Habenseite eines jeden Sandero stehen sein gutes Platzangebot vorn und ein einfacher Ein- und Ausstieg. Der kleine Turbomotor mit 90 PS geht ausreichend kräftig zu Werke und ist sicher die bessere Wahl als der schwachbrüstige Basissauger, der noch weniger Leben zeigt als ohnehin bescheidene 73 PS erwarten lassen. Auch wenn der Turbodreizylinder nur 0,9 Liter Hubraum hat, er möchte trotzdem wie ein Großer gefüttert werden - im EcoTest gönnt sich der Benziner 6,9 l Super pro 100 km. Alle Schadstoffgruppen fallen vorbildlich niedrig aus - außer die Partikel. Hier sollte Dacia wirklich nachbessern, weil das vergleichbare Aggregat im Renault Clio deutlich sauberer arbeitet. Im Bereich Sicherheit belässt es Dacia bei Front- und Seitenairbags, Kopfairbags gibts nicht. Gesetzlich vorgegeben bringt er ESP und die Reifendruckkontrolle mit - ansonsten ist das Feld der aktiven Sicherheit praktisch unbestellt. Diese Punkte relativieren sein scheinbar sehr gutes Preisleistungsverhältnis, zumal man an vielen Stellen den Preisdruck merkt und der Sandero eine bessere Feinabstimmung vermissen lässt. Unabhängig davon ist der Sandero Stepway natürlich ein praktisches Auto.


Volvo V90 D4 Momentum AWD Geartronic
Seitdem die Autosparte von Volvo neue Eigentümer hat, scheinen die Zeiten vorbei, in denen alte Modelle mit optischen Retuschen von Modelljahr zu Modelljahr gerettet wurden. Die Aufbruchstimmung zeigt sich im neuen modernen Design, das Remineszenzen an legendäre Volvo-Modelle enthält und mit neuen modernen Linien verbindet. Wenn immer wieder Passanten neben dem V90 stehen bleiben und vom Design schwärmen, dann muss Volvo etwas richtig gemacht haben. Das progressive Äußere setzt sich im Innenraum fort und verbindet sich dort geschickt mit beruhigender Gediegenheit. Im Topmodell der Schweden gefällt die feine Verarbeitung mit Liebe zum Detail. Der neue Wille zum Fortschritt offenbart sich aber auch bei der Technik. Mit den vielen verfügbaren Assistenz- und Komfortsystemen ist der große Kombi auf der Höhe der Zeit und im anvisierten Premiumsegment gut aufgehoben. Volvo schreibt aktive wie passive Sicherheit wieder ganz groß und konzentriert sich auf den einstigen Markenkern. Dabei kommt der Komfort nicht zu kurz, ganz im Gegenteil. Dass ein verhältnismäßig kleiner Hersteller aber nicht alle Bereiche in gleicher Intensität bedienen kann, zeigt der Blick auf die Motoren: Es gibt ausschließlich Vierzylinder. Unter Premiumautos durchaus angemessene Sechszylinder hat Volvo nicht mehr entwickelt. Auch mit Doppelturbo über die Marke 100-PS-pro-Liter-Hubraum gehievte Aggregate können nicht darüber hinwegtäuschen - trotz aufwendiger Dämmung bleibt der Klang eines Diesel-Vierzylinders langweilig profan. Die im Testwagen verbaute Variante leistet völlig ausreichende 190 PS und bringt ihre Leistung über die gut abgestimmte Achtgangautomatik souverän per Allradantrieb auf die Straße. Der Motor hat Licht und Schatten: Einerseits erfüllt er die kommende, erst ab September 2019 verbindliche Abgasnorm, andererseits schüttet er sich recht großzügig den Sprit in die Brennräume. Passend dazu muss der Geldbeutel für den schönen neuen V90 ohnehin locker sitzen, denn der üppige Kaufpreis zeugt auch von Volvos neuem Selbstbewusstsein.


BMW 218d Active Tourer Advantage Steptronic
Als BMW mit diesem Modell vor ein paar Jahren seinen ersten Van herausbrachte, taten sich die Münchner Autobauer sichtlich schwer, zu den praktischen Vorzügen eines Kompakt-Vans zu stehen. Der Zusatz "Active Tourer" sollte das Sportliche und Lebensaktive herausstellen, um bloß keine Assoziationen zum rein Praktischen und Profanen aufkommen zu lassen. Es war schon schlimm genug, dass man mit Frontantrieb und quer eingebautem Motor für BMW-Jünger praktisch ein Sakrileg begangen hatte. Dabei war dem Autobauer ein richtig gutes Modell gelungen, das viele Freunde gefunden hat, wie die Zulassungszahlen zeigen. Für diesen Active Tourer gibt es nun viel Feinschliff, offiziell als Facelift verkauft. Dabei bleiben die Änderungen außen maßvoll, der Van mag nun etwas grimmiger dreinschauen und ist an neuen Leuchtendesigns vorn zu erkennen. Technisch hat sich dagegen viel getan. Besagte Scheinwerfer leuchten nun aktiv in Kurven hinein, und der Dieselmotor läuft nun eine Spur kultivierter. Das Fahrwerk bietet mit den adaptiven Dämpfern einen angemessenen Komfort und wird dabei den Fahrdynamik-Ansprüchen an einen BMW durchaus gerecht. Den größten Fortschritt darf man in der aktuellen Diesel-Diskussion durchaus dem Motor attestieren, denn bei weitgehend gleichem Verbrauch reinigt er seine Abgase nun vorbildlich sauber - auf dem Prüfstand wie auf der Straße bleibt er weit unter den Grenzwerten. Das Ganze hat natürlich seinen Preis, der im Falle der Testwagen-Variante bei 37.200 Euro beginnt.


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